3:5-Niederlage in Stuttgart

Das Team der Schachgemeinschaft hätte ein Remis verdient gehabt

(ta) „Gut gekämpft, aber dumm verloren!“ so lautet der knappe Kommentar von Teamchef Andreas Weiß über den Mannschaftskampf des Gmünder Oberligateams (1:3) in der zweiten Runde gegen Stuttgart (4:0). Und tatsächlich, die nominelle Stuttgarter Überlegenheit (Leistungsschnitt 2242) gegenüber den Stauferstädtern (2165) war während der gesamten Spielzeit nicht zu spüren. Die Schachgemeinschaft hielt mit und stand am Ende doch mit leeren Händen da.

Leider begann es nicht gut für das Gmünder Team. Ersatzspieler Lars Kasüschke (1984), der wegen eines Ausfalls kurzfristig ins Team gekommen war, kam gegen Robert Gabriel (2133) von Beginn an nicht ins Spiel. Er verlor einen Bauern und bald auch die Partie. An den übrigen Brettern stand es lange Zeit ausgeglichen. So endete auch die Partie von Josef Jurek (2265) und dem Stuttgarter Igor Berezovsky (2363) mit einem gerechten Remis. Mit demselben Ergebnis trennten sich Kristyna Havlikova (2278) und Igor Neymann (2276) – beide hatten nach vorsichtigem Aufbau keine Möglichkeiten mehr gesehen.

Von Beginn an agierte Jewgeny Denisow (2136) in seiner Partie mit Andreas Strunski (2229) mit zahlreichen Drohungen recht aggressiv, doch der Stuttgarter hielt den Ausgleich – auch hier ein Remis. Ein wenig besser war Andreas Weiss (2165) gegen Ufuk Tuncer (2285) in einer geschlossenen Stellung ins Spiel gekommen. Nachdem er die zu diesem Zeitpunkt aussichtsreichen Partien von Andreas Hönick und Arno Reindl inspiziert hatte, willigte auch Andreas Weiss ins Remis ein. Es stand jetzt 1:3 aus Gmünder Sicht und drei Partien liefen noch. Diese standen für die Spieler der Schachgemeinschaft recht günstig und die Hoffnung auf einen Partiegewinn war berechtigt.

Zwischenzeitlich hatte Andreas Hönick (2058) – gegen Rolf Fritsch (2152) spielend - am Königsflügel schon zwei Bauern erobert, in der komplizierten Stellung und unter Zeitdruck wohl nicht die beste Fortsetzung gefunden. Bevor es aber für ihn kritisch werden konnte, führte er selbst das Unentschieden durch Dauerschach herbei. Arno Reindl (2030) konnte seinem Spielpartner Kornel Maj (2117) eine Figur abnehmen, doch der Stuttgarter behielt eine Reihe guter Bauern. Der Gmünder konnte sich im weiteren Verlauf der Partie nicht durchsetzen und musste mit dem Remis (schon das Sechste in diesem Mannschaftskampf!) zufrieden sein.

Es stand 4:3 für Stuttgart und Gmünds Neuzugang Petr Velicka (2403) spielte am ersten Brett noch gegen Mark Kvetny (2385), dem aktuellen württembergischen Meister. Diese Partie war mit Sicherheit remis, doch der Neugmünder versuchte das Unmögliche und wollte das Spiel für sich entscheiden. Alle Spielkunst und versuchte Opfer waren jedoch vergebens, der Stuttgarter hielt stand, die Partie ging verloren.

Impressionen: 
petr-velicka