Es hat wieder nicht gereicht

Gmünder Oberligateam verliert gegen Schmiden/Cannstatt mit 3:5

(ta) Gut gekämpft, aber trotzdem verloren, so muss das Spiel der Schachgemeinschaft Gmünd 1872 (3:5) in der vierten Runde der Oberliga bewertet werden. Gegen Schmiden/Cannstatt (4:4) mussten sich die Gmünder 3:5 geschlagen geben und setzten damit ihre Negativserie gegen diesen Gegner fort.

 „Zwischendrin hatte ich das Gefühl, wir könnten mindestens ein 4:4 schaffen“, berichtet Teamchef Andreas Weiss,  „aber dann sind die kritischen Partien alle an Schmiden gegangen.“  Mit einer durchschnittlichen Spielstärke von 2097 (es fehlten die wichtigen Spieler Petr Velicka und Christyna Havlikova) angetreten, war das Stauferteam gegen die Gastgeber (2196) nur der Außenseiter. Davon war aber über die ganze Begegnung hinweg nichts zu spüren, Gmünd hielt ausgezeichnet mit. „Vielleicht hätten manche von uns ein wenig zurückhaltender spielen können. Ich hatte das Gefühl, dass einige Stellungen überzogen wurden“, kritisierte der Mannschaftsführer.

Mit den schwarzen Steinen spielend hatte Paul Held (2128) gegen Thomas Witke (2053) eine gute Position erzielt und auch bald dessen Remisangebot angenommen. Sehr gut hielt Arno Reindl (2003) gegen seinen starken Gegner Christian Thoma (2177) mit und verschaffte sich eine bequeme Stellung. Als aber sein Königsangriff nicht durchkam und er dabei einen Bauern verlor, blieb ihm nur die Niederlage. Gerd Bader (2036) hielt sich prächtig gegen Markus Löhr (2160) und schaffte problemlos das Unentschieden. Am Spitzenbrett ging es zwischen Gmünds Josef Jurek (2265) und Thilo Kabisch (2285) lange Zeit hin und her. Obwohl der Gmünder alles versuchte, musste er mit dem Remis zufrieden sein.

Trotz des 1,5:2,5-Rückstands des Stauferteams war noch Hoffnung, denn die übrigen Partien standen aussichtsreich. Was aber gegen Bebenhausen in der dritten Runde noch den ersten Saisonsieg gebracht hatte, klappte dieses Mal nicht: Die kritischen, heiß umkämpften Partien gingen an die Gastgeber.

So hatte sich Jewgeny Denisow (2136) gegen Martin Krockenberger (2219) Raumvorteile erspielt und griff auf Kosten einiger Bauern an. Der Schmidener hält aber stand und bekommt eine Gewinnstellung. „Der hat hervorragend gespielt!“, war der Kommentar von Gmünds Mannschaftsführer zu der Partie von Ersatzspieler Lars Kasüschke (1986). Der Siebzehnjährige hatte im Spiel mit Volker Scheef (2140) ausgezeichnet kombiniert. Im komplizierten Endspiel wehrte er die Drohungen seines Gegners ab und führte seinen Mehrbauern zum einzigen Gmünder Partiegewinn in dieser Begegnung. Weniger Glück hatte Andreas Hönick (2058), der sich mit Steffen Eisele (2252) eine heiße Partie geliefert hatte. Der Schmidener konnte am Ende einen Bauern zum Sieg führen. Seltene 80 Züge dauerte die letzte Partie des Tages. Hier hatte sich Andreas Weiss (2165) gegen Mark Trachtmann (2282) im Läuferendspiel einen Vorteil erarbeitet, der aber nicht zum Erfolg ausreichte - Remis.

Impressionen: 
lars-kasueschke