Oberliga: Wieder eine klare Niederlage

Bei der 2,5:5,5-Niederlage in Biberach war für Gmünd mehr drin

(ta) „Die Niederlage gegen Biberach ist sicher zu hoch ausgefallen“, klagte ein enttäuschter Mannschaftsführer Andreas Weiss nach der Oberligabegegnung der siebten Runde. „Beim konsequenten Ausnutzen unserer Möglichkeiten hätten wir auch ein Mannschaftsremis erreichen können“.

Trotzdem führt kein Weg vorbei an der dritten Gmünder Niederlage in Folge. Dank des Punktepolsters aus den vier ersten Runden liegt das Team der Schachgemeinschaft aber immer noch auf Platz fünf der aktuellen Tabelle. Allerdings ist der Vorsprung auf die Abstiegsränge geschmolzen und bei möglichen drei Absteigern (wenn aus der zweiten Liga zwei Mannschaften absteigen) ist der Klassenerhalt noch nicht gesichert.

In Biberach (Spielstärke 2196) begann es für das Team der Schachgemeinschaft (2103) mit drei Partieverlusten äußerst schlecht. Andreas Hönick (2086) hatte gegen Rainer Birkenmaier (2047) stark begonnen, Vorteile erarbeitet, aber im entscheidenden Moment wohl die falsche Entscheidung getroffen, die zum Verlust führte. Auch Lars Kasüschke (1982) war gegen Andreas Schulze (2121) gut ins Spielgekommen, vernachlässigte jedoch seinen Königsflügel, wo der Biberacher entscheidend eindringen konnte. Walter Pohl (2019) geriet gegen Stanislav Sokratov (2158) in eine gedrückte Stellung,, aus der er sich nicht befreien konnte.

Nach diesem 0:3-Rückstand versuchten die übrigen fünf Gmünder in ihren Partien ihr Möglichstes, konnten aber gegen ihre zumeist nominell stärkeren Gegner nur jeweils ein Unentschieden erreichen. Eine höchst komplizierte Partie spielten Gmünds Jewgeny Denisow (2103) und Oliver Weiss (2248). Beide hielten das „Feuer am Brennen“, konnten sich aber nicht durchsetzen. Auch Andreas Weiss (2146) lieferte sich mit Wolfgang Mack (2222) eine heiße Partie, die der Gmünder mit Dauerschach abschloss. Kleine Vorteile hatte Josef Jurek (2268) in der Partie mit André Fischer (2236), die aber nicht zum Gewinn reichten. Am ersten Brett hatte Kristyna Petrova (2256) gegen den starken Bernhard Sinz (2326) das bessere Endspiel, doch beim Zwischenstand von 4,5:1,5 für Biberach einigten sich beide auf Remis. Arno Reindl (1954) – der an diesem Tag seinen 19. Geburtstag feierte/ herzlichen Glückjwunsch! - hatte den wesentlich stärkeren Holger Namyslo (2216) am Rande einer Niederlage – doch der Biberacher konnte sich ins Dauerschach retten.

In der kommenden achten Runde wartet auf das Gmünder Team mit Meisterschaftsanwärter Böblingen wieder ein sehr starken Gegner, der als Absteiger aus der Bundesliga den Wiederaufstieg schaffen möchte.

Impressionen: 
arno-reindl