Dem Favoriten ein Bein gestellt

Oberligateam besiegt den Favoriten Weiler mit 5:3

(ta) Eigentlich wollte das Gmünder Team in der vierten Runde der Oberliga gegen die Startruppe aus Weiler nur die zu befürchtende Niederlage in Grenzen halten. Doch es kam ganz anders! Die Gastgeber wuchsen über sich hinaus und besiegten den Topfavoriten auf die Meisterschaft mit 5:3.
Herzlichen Glückwunsch an user Team zu dieser starken Leistung.!

Offensichtlich erwartete Weiler nicht allzu viel Gegenwehr von den Gmünder Spielern. Die Gäste hatten nämlich fünf ihrer acht Stammspieler zu Hause gelassen, traten aber immer noch mit einer Spielstärke von 2208 gegen die Stauferstädter (2112) an. Doch das Team der Schachgemeinschaft sah seine Chance und wuchs über sich hinaus.

Nach ca. drei Stunden Spielzeit eschaffte Jewgeny Denisow (2131) gegen Niklas Wunder (2055) den ersten Partiegewinn für sein Team. Der Gmünder, der eine höhere Spielstärke als sein Gegner hatte, war gut aus der Eröffnung gekommen und hatte später durch ein Figurenopfer einen Königsangriff gestartet, den sein Gegner nicht mehr parieren konnte. Nun brachte Andreas Hönick (2102) die Gastgeber 2:0 in Führung. Nachdem er den Angriff mit Figurenopfer seines Gegenübers Milan Srba (2169) abwehren konnte,  brachte seine Mehrfigur die Entscheidung. Konsequent ausgenutzt hatte Walter Pohl (2040) die schwächeren Züge seines Gegners Fabian Wunder (2032). Er eroberte die Qualität, die er später zum gewonnenen Bauernendspiel zurückgab. „Nun führten wir mit 3:0 und in den übrigen fünf Partien waren die Positionen so, dass wir die nötigen Punkte zum Mannschaftssieg schaffen sollten“, freute sich Teamchef Andreas Weiss.

Doch nun ging der erste Punkt an die Gäste. Kristyna Petrova (2235) musste ihre Partie gegen Thomas Henrichs (2386) aufgeben. Ein wichtiges Unentschieden holte jetzt Josef Jurek (2232) gegen den nominell wesentlich stärkeren Luca Kessler (2450). Nach einem sicheren Aufbau bot der Gmünder seinem Gegner keine Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden. Heiß her ging es in der Partie von Andreas Weiss (2163) gegen Ufuk Tuncer (2321). Dieser hatte den Gmünder mit fortwährenden Mattdrohungen am Rande einer Niederlage. Doch der Gmünder Mannschaftsführer hielt stand und siegte mit seinem Materialvorteil. Die erhofften Punkte waren nun geschafft – der erste Oberligasieg stand fest!

Inzwischen hatte sich die Partie von Gerd Bader (2000) gegen Jiri Gregor (2185) zu seinem Ungunsten entwickelt. Der Spieler aus Weiler bekam das freiere Spiel, das er zum Gewinn führte. Ein sicheres Remis steuerte nun der junge Arno Reindl (1995) zum 5:3-Endstand bei. Im Endspiel hielt er gegen Franticek Hosticka (2067) stand – die Partie endete nach dreimaliger Stellungswiederholung.

Wie wichtig dieser unerwartete Erfolg gegen Weiler sein sollte, zeigte sich an den anderen Ergebnissen dieses vierten Spieltags. Alle Teams, die zum Kreis der abstiegsgefährdeten Mannschaften zählen, haben ebenfalls punkten können.

Impressionen: 
andreas-weiss