Am Ende doch noch deutlich

Gmünds längerer Atem ermöglicht ein 5,5:2,5 gegen Bebenhausen

(ta) Gegen eine starke Mannschaft aus Bebenhausen (Spielstärke 2170) schaffte das Oberligateam der Schachgemeinschaft (2180) den ersten Saisonsieg. Nachdem anfangs alle Partien hart umkämpft waren, setzten sich die Gmünder im weiteren Verlauf immer mehr durch und siegten  mit 5,5:2,5.


„Dieses Mal hatten wir den längeren Atem und die Partien sind auch am Ende gut für uns gelaufen“, meinte ein zufriedener Teamchef Andreas Weiss. „Der Sieg war verdient, ist aber wohl ein bisschen zu hoch ausgefallen.“ 

Dabei hatte es gar nicht so gut angefangen, denn Jewgeny Denisow (2136) vermied gegen Farhad Khadempour (2141) eine ihm unangenehme Variante und kam dabei erst recht auf den Verlustweg. Am Spitzenbrett hatte sich Gmünds Großmeister Petr Velicka (2403) mit Georg Braun (2297) auf Remis geeinigt.

Mit zwei Partiegewinnen ging Gmünds Oberligateam dann mit 2,5:1,5 in Führung. Zuerst zwang Andreas Hönick (2058), der von Beginn an das bessere Spiel hatte, Jürgen Roth (2099) zur Aufgabe, danach holte Paul Held (2128) gegen Michael Knörzer (2060) nach einem Qualitätsgewinn den vollen Punkt. In den übrigen vier Partien gaben die Spieler beider Mannschaften alles, um in Vorteil zu kommen. Je länger es aber dauerte, desto besser lief es für die Gastgeber.

Gmünds Jüngster, Arno Reindl, (2003) hatte eine schöne Figurenaufstellung hinbekommen, aber einen Bauernverlust übersehen. Sein Gegner Joachim Kitzberger (2046) findet aber nicht die beste Fortsetzung und bietet später das Unentschieden an. Mit den schwarzen Steinen spielend, hatte Kristyna Havlikova (2278) gegen Andreas Carstens (2231) bald die Initiative übernehmen können Nach dem Gewinn zweier Bauern ging auch dieser Punkt an die Schachgemeinschaft. Mit diesem 4:2-
Zwischenstand hatte Gmünds Oberligateam nun alle Trümpfe zum Sieg in der Hand. Und die Entscheidung fiel am zweiten Brett. Mit starkem Spiel hatte sich Josef Jurek (2265) gegen die Angriffe von Rudolf Bräuning (2290) gewehrt und das Remis durch Dauerschach erspielen können.

Der Sieg war sicher, doch Andreas Weiss (2165) hatte das Remisangebot von Boris Latzke (2193) abgelehnt, da seine Position die bessere war. Nach 72 Zügen und dem Gewinn mehrerer Bauern endete auch diese letzte Partie mit einem Sieg für Gmünd.

Impressionen: 
krystina-havlikova
weiss-lartzke
prost-auf-den-Sieg