Am Ende fehlte ganz wenig

Schachgemeinschaft unterliegt in Weiler im Allgäu nur mit 3,5:4,5

(ta) „Heute hätten wir durchaus ein 4:4 erreichen können“, meinte Teamchef Andreas Weiss nach dem Mannschaftskampf in der siebten Runde der Oberliga gegen den Titelfavoriten Weiler im Allgäu (10:4). Doch das Gmünder Team (6:8) konnte die gebotene Chance nicht nutzen und unterlag am Ende knapp mit 3,5:4,5.

Weiler (Spielstärke 2186) war ohne ihre beiden besten Spieler angetreten, deshalb lag das Team der Schachgemeinschaft (2151) gemessen an der Spielstärke nicht so weit weg wie befürchtet. Dennoch waren die Gastgeber in der Favoritenrolle, doch die Gmünder Mannschaft hielt gut dagegen, was die Remisergebnisse der vier zuerst beendeten Partien belegen.
Im Duell der tschechischen Landsleute holte der Gmünder Josef Jurek (2260) ein sicheres Remis gegen Tadeas Balacek (2291). Glück hatte dagegen Mannschaftsführer Andreas Weiss (2142) in seiner Partie mit Niklas Wunder (2095). Hier hatte der Gmünder eine schlechte Variante gewählt, die ihn in Schwierigkeiten brachte. Weil sein Gegner aber nicht die notwendigen Züge fand, rettete er das Remis. Sehr gut hielt sich Petr Velicka (2393) gegen den stärkeren Thomas Heinrich (2467) und holte sich mühelos das Unentschieden. Ersatzspieler Lars Kasüschke (1994) ließ gegen Frantisek Hosticka (2088) nichts zu und behielt nach starker Leistung das Remis.

Eine scharfe Partie mit zahlreichen Verwicklungen spielten Gmünds Matthias Reichert (1924) und Helene Mira (2018). Leider stellte Reichert in Zeitnot eine Figur ein und musste aufgeben. Andreas Hönick (2086) errechnete sich in der Partie mit Fabian Wunder (2038) Vorteile durch ein Qualitätsopfer. Doch das klappte nicht ganz, sein Gegner behielt den Vorteil und gewann die Partie. 2:4 lag das Team der Schachgemeinschaft nun hinten – anscheinend aussichtslos, doch die Chancen kamen.

Kristyna Petrova (2262) stand gegen Benedict Hasenohr (2332) immer ein wenig besser. Als ihr Gegner in Zeitnot eine Bauerngabel übersah, kam sie sicher zum Partiegewinn. Jetzt rückte das erhoffte 4:4 immer näher, denn Jewgeny Denisow (2146) hatte nach starkem Spiel gegen Milan Srba (2157) ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett. Doch seinem Gegner gelingt es, Jewgenys starke Bauern zu blockieren, wodurch der Partiegewinn nicht mehr möglich war.

Das Gmünder Team hat den Ligaverbleib noch nicht sicher, möchte aber in Runde acht gegen Schlusslicht Weiße Dame Ulm (1:13), das wohl schon abgestiegen ist, die entscheidenden Punkte holen.

Impressionen: 
kristyna-petrova