Der Ligaverbleib ist geschafft

Das Team der Schachgemeinschaft siegt in Nürtingen mit 5:3

(ta) Wer geglaubt hatte, das Spiel in der siebten Runde der Oberliga gegen Schlusslicht Nürtingen (1:13)  würde ein Spaziergang für das Team der Schachgemeinschaft (6:8) werden, sah sich heftig getäuscht. Es war eine harte Arbeit unter Aufbietung aller Kräfte nötig, bis der erlösende 5:3-Sieg feststand – und damit auch der weitere Verbleib in der Oberliga.

„Dieses Mal habe ich meiner Mannschaft durch meine frühe Niederlage einen ordentlichen Schrecken eingejagt“, meinte Teamchef Andreas Weiß, „aber das Team hat super gekämpft und den wichtigen Sieg geholt!“ Obwohl das Stauferteam mit einer Spielstärke von 2163 gegenüber Nürtingen (2103) favorisiert war, sah es anfangs eher nicht so gut aus. Andreas Weiss (2130) hatte seine Stellung falsch eingeschätzt, machte einige fahrlässige Züge und übersah die Abwicklung zum Turmverlust, die seinem Gegner Gerd Aring (2123) den Sieg brachte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich noch kein Gmünder Vorteile erspielen können, im Gegenteil, an einigen Brettern zeichneten sich Nachteile ab. Doch im weiteren Verlauf besserte sich die Lage. So schaffte Walter Pohl (2040), der wohl etwas schlechter stand, gegen Matthias Kill (2000) das Remis durch Zugwiederholung.  Mit einem mutigen Angriff gegen die Königsstellung seines Gegners Stefan Auch (2013) holte Jewgeny Denisow (2131) den ersten Partiegewinn für sein Team zum 1,5:1,5-Zwischenstand. Nun brachte Josef Jurek (2223) seine Mannschaft in Führung. In seiner Partie mit Sascha Mareck (2106) stand er zwar etwas besser, doch zu seinem Partiegewinn halfen gegnerische Fehler im Endspiel. Die intensive Vorbereitung auf seinen Gegner Bernhard Weigend (2195) machte sich für Petr Velicka (2405) bezahlt. Es war dennoch eine schwere Arbeit, bis der Gmünder in ein gewonnenes Läuferendspiel abwickeln konnte. Es stand nun 3,5:1,5 aus Gmünder Sicht.

Ulrich Zimmermann (2273), der nach langer Zeit wieder für das Gmünder Team zum Einsatz kam, stand gegen Claudius Mehne (2196) immer ein wenig schlechter. Er hatte aber die Remisangebote abgelehnt, weil er auf seine Chancen hoffte. Als daraus nicht wurde, holte es das Remis durch Dauerschach. Aus seiner besseren Stellung heraus war nun Andreas Hönick (2102) in der Partie mit Stefan Gold (2014) mit dem Unentschieden einverstanden, das den Gmünder Sieg schon sicherte. In der letzten Partie der Begegnung hielt Gerd Bader (2000) gegen den nominell wesentlich stärkeren Arnd-Rüdiger Schwarz (2177) stand, indem er alle Gewinnversuche des Nürtingers parierte.

Obwohl noch zwei Runden in der Oberliga ausstehen und das Gmünder Team rechnerisch auf dem vorletzten Platz rutschen kann, ist der Klassenerhalt gesichert, weil Jedesheim sein Team aus der Oberliga zurückziehen wird.

Impressionen: 
walter-pohl